Test11

SG Naabtal – HC Forchheim 25:25 (11:14)

Das erste Match in der Rückrunde, nach vierwöchiger Pause vom Spielbetrieb und mit nur wenigen Trainingseinheiten im Vorfeld, hielt, was man befürchtete. Irgendwie war man noch im Weihnachtsmodus, was sich in diesem Spielabschnitt leider deutlich zeigte. Die Lauf- und Passwege erschienen zu langsam und ungenau, was den gesamten Spielaufbau recht übersichtlich erscheinen ließ. Da sich auch noch technische Fehler im Positionsspiel dazu gesellten, lud man die Oberfränkinnen regelmäßig zu Gegenstößen und zweiter Welle ein. Leider war auch die Defensive der SG in der Anfangsphase nicht sattelfest und ließ einfache Tore zu. Das Verschieben in der Defensive klappte nicht bis zur letzten Position und die Beine schienen auch schwer zu sein. Man ließ die Forchheimerinnen so bis Mitte der ersten Hälfte auf 4:8 davonziehen. Auch eine Auszeit und die Umstellung in der Abwehr auf eine 6:0-Deckungsformation verpufften und so kam man dem Gast vom  Ergebnis her nicht wirklich näher. Erst, als die starke Torhüterin Annika Senger mehrmals parierte und man sich auf die aggressive Abwehr des HC besser einstellte, konnte man beim 10:10 in der 23. Minute den Ausgleichstreffer erzielen und es schien so, als ob man den Hebel umgelegt hatte. Schön herausgespielte Tore und platzierte Würfe von Rückraumshooterin Corinna Schießl ließen an die herausragenden Spiele in der Vorrunde erinnern. Dann kamen rabenschwarze vier Minuten, die die Aufholjagd wieder zunichte machten. Technische Fehler und falsche Entscheidungen im Angriff – und 4 Gegenstöße der Forchheimerinnen ließen den alten Abstand kurz vor der Pause wieder herstellen. Im letzten Angriff konnte man dann noch einen Treffer zum 11:14 Pausenstand markieren und sich so in die Kabine retten. Hellwach kam man dann vom Pausentee ins Spiel zurück. Man konnte die Fehler abstellen und kam immer wieder in gute Wurfpositionen. Auch das Umschaltspiel klappte wieder und man kam auch zu leichten Toren über die zweite Welle. Die Abwehr vor Torfrau Claudia Frankerl lief zu Höchstleistungen auf und man konnte Tor um Tor aufholen. Beim 15:15 nach 37 gespielten Minuten hatte man wieder den Gleichstand erreicht und es schien so, dass man den Rückenwind für die weiteren Minuten nutzen könnte. Da die Abwehr immer noch auf Hochtouren lief und man wenig zuließ, konnte man sich mit dem Tore werfen beschäftigen. In den nächsten zehn Minuten zeigte dann Corinna Schießl, was in ihr steckt. Fast im Alleingang warf Sie bis zur 48. Minute eine 21:17-Führung heraus und es schien so, dass der Drops gelutscht sei. Plötzlich kam der Bruch … Zwei verworfene Strafwürfe in zwei aufeinanderfolgenden Angriffen bauten die Gäste wieder auf. Die nun verunsicherten Städtedreieck/Schwandorferinnen zeigten wieder Nerven und technische Fehler mehrten sich in den verbliebenen zehn Minuten. Der HCF mobilisierte nun sämtliche Kräfte und kam in der 55. Minute zum 21:21 –Ausgleich. Ab diesem Zeitpunkt waren die Nerven aller Beteiligten bis zum Zerreißen gespannt. Forchheim legte nun immer einen Treffer vor und die Naabtalerinnen glichen postwendend wieder aus. Als es 25:25 stand, kam Forchheim noch zu einem letzten Angriff, doch der verpuffte und so musste man sich mit einem Punkt begnügen.

„Vom Spielverlauf her wäre sowohl ein Sieg, aber auch eine Niederlage drin gewesen, doch so scheint es das fairste Ergebnis zu sein.“ Meinte am Ende Trainer Christian Deml. Bis zum nächsten Wochenende muss wieder hart an den Basics gearbeitet werden, um einen Fehlstart in die Rückrunde zu vermeiden. Das wird alles andere als einfach, denn der FC Neunburg vW hat sich gut in der BOL etabliert und ist sicher voll motiviert beim Landkreisderby in heimischer Halle die Punkte zu behalten.