Herren: HSG Naabtal lässt Punkt in Obertraubling

Herren: Aufstiegsfavorit HSG Naabtal lässt unerwartet Punkt beim 30:30 (14:14)  in Obertraubling liegen

Die HSG Naabtal fand schwer ins Spiel gegen die Überraschungsmannschaft der Bezirksliga, den SV Obertraubling. Die Hausherren setzten von Beginn an auf eine vorgezogene Deckung von HSG-Rückraum-Ass Dominik Weh. Die dadurch entstandenen Räume konnten die Naabtaler aber nur unzureichend nutzen. In der Abwehr setzten die Gäste zunächst auf eine defensive 6:0-Abwehr und versuchten, die Rückraumwürfe des SV zu blocken; dies gelang aber mehr schlecht als recht. Mit einfachen Wechseln ließ sich die Abwehr der Mannschaft von HSG-Trainer Christian Wagner immer wieder aushebeln, und auch die Vorgabe, die Außenspieler aus dem Spiel zu nehmen, um so den Spielfluss des Gegners zu hemmen, gelang nur unzureichend. Aber auch der Angriff des Tabellenführers ließ über die gesamte Spielzeit zu wünschen übrig. Zwar erspielten sich die Naabtaler viele Chancen, ließen diese jedoch immer wieder liegen. So entwickelte sich in der ersten Hälfte ein ausgeglichenes Spiel. Obertraubling führte bis Mitte der Halbzeit über 7:5 mit 10:8. Der unermüdliche Dominik Weh im Angriff und Flo Grillmeier im Tor, der beim Stand von 11:11 zwei Strafwürfe parierte, waren die Aktivposten im HSG-Spiel. Zur Pause stand ein 14:14 auf der Anzeigetafel.

In der Halbzeitansprache versuchte HSG-Trainer Wagner seine Mannschaft wachzurütteln, was zunächst auch gelang. Innerhalb von sechs  Minuten setzte sich der Ligafavorit auf 20:15 ab und alles schien auf einen klaren Sieg hinzudeuten. Allerdings baute man den SV Obertraubling, dem in doppelter Unterzahl zwei Treffer gelangen, unnötigerweise wieder auf. Die kämpferisch überzeugenden Hausherren gaben nie auf und der lange gehaltene Fünf-Tore-Vorsprung (17:22, 19:24) schmolz zum Spielende dahin. In der 56. Minute mussten die Naabtaler den Ausgleich zum 29:29 und in der 57. Minute die 30:29-Führung des SV Obertraubling hinnehmen. Zuvor vergab die HSG Naabtal reihenweise beste Chancen zum Führungsausbau. Acht Sekunden vor Spielende nahm HSG-Trainer Wagner nach einem Foul auf halblinker Position ein Team-Time-Out und besprach mit seiner Mannschaft den letzten Angriff. Christoph Harrieder zog von halblinker Position nach innen, Obertraubling rechnete mit einem Anspiel auf Weh, jedoch spielte Harrieder den freien Fabian Rauch auf Rechtsaußen an, der drei Sekunden vor Ende sicher  verwandelte und damit seiner Mannschaft noch ein Remis rettete.

Trainer Wagner war nach dem Spiel sichtlich angefressen von der Leistung seiner Mannschaft, bei der nur die zuvor genannten Weh und Grillmeier, sowie Christoph Deml, der alle seine Siebenmeter sicher verwandelte, Normalform erreichten.

Da erst am 16.12.17 das wohl vorentscheidende Spiel um die Meisterschaft beim ärgsten Verfolger HG Hemau/Beratzhausen stattfindet, hat Trainer Christian Wagner  Zeit, die offensichtlichen Mängel in der Defensive und die Abschlussschwäche seiner Mannschaft  abzustellen.

Torschützen: C. Deml 8/7, Weh 7, N. Deml 3, V. Deml 3, Rauch 3, Raab 2, Steinbauer 2, Standecker 1, Harrieder 1.