Test22

Glanzloser 32:21 Sieg im Derby gegen FC Neunburg v.W.

SG Naabtal – FC Neunburg vW 32:21 (16:11)

Das Spiel an „Halloween“ war innerhalb der englischen Woche die zweite von drei Begegnungen, die man bereits mit elf Toren Unterschied für sich entschied. Es bewahrheitete sich, was man im Vorfeld der Begegnung voraussagte: Derbys sind wie eine Pralinenschachtel – man weiß nie, was einen erwartet. Uns so war es auch in diesem Nachbarschaftsvergleich. Obwohl die Tabellensituation eigentlich klar war, konnte man zu Beginn der Partie keinen Unterschied zwischen dem Aufsteiger und der SGN erkennen. Viele Pass- und Fangfehler waren in dieser Phase hüben wie drüben zu erkennen und die Laufwege wirkten pomadig und unsicher. Da auch noch die Abwehr der Heim-Sieben nicht ihren besten Tag erwische und nicht immer Zugriff auf die Offensive des FC hatte, konnte man sich nicht wirklich absetzen. Zwar konnte man sich bis Mitte der ersten Hälfte auf 8:5 leichte Vorteile erwerfen, doch verpasste man es, weiter zu arbeiten und den Abstand zu vergrößern. Im Gegenteil; man baute den Gegner immer wieder auf und lud ihn sogar zum Gegenstoß ein. Beim 8:7 war Neunburg wieder in Sichtweite. Ein Zwischenspurt nach dem genommenen TTO ließ die Naabtalerinnen dann bis zur 23. Minute einen deutlicheren Abstand von 12:8 erspielen, doch stand man sich in der Folgezeit selbst immer im Weg und machte den Aufsteiger wieder stark. Beim 12:11 schlossen die Gäste letztmals auf. Erst vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff zeigte man kurzzeitig, was im Team steckt und entfloh den Gästen auf 16:11, was auch der Pausenstand war. In der Kabine nahm man sich vor, nun die Fehler zu minimieren und sicher zu spielen. Dies wurde auch in den Anfangsminuten umgesetzt, allerdings auf Kosten der Geschwindigkeit der Auslösehandlungen. Man zog auf 20:12 in der 38. Spielminute davon und spätestens da war klar, dass man die Platte als Sieger verlassen würde. Leider vervielfachte man in den nächsten Minuten wieder technische Fehler im Angriff und auch die Abwehr war manches Mal zu blauäugig und gedanklich nicht wirklich schnell genug, die Würfe der Gäste zu verhindern. Dazu kam, dass mehrere „Eierwürfe“ des FC ihr Ziel erreichten und an die Nerven der Heim-Sieben rüttelte. Ab Mitte des zweiten Spielabschnitts war der Bann dann gebrochen; ab dem 24:18 erlahmten dann die Kräfte der Gäste, während man selbst eine Schippe drauf legen konnte und hauptsächlich über die Kreisposition zum Torerfolg kam. In den letzten Minuten stellte man so den Abstand von elf Toren zum Endstand von 32:21 her.

„Es war schon etwas gruselig, was wir heute an Halloween gezeigt haben.“ meinte am Ende Trainer Christian Deml. Doch wenn man ein suboptimales Spiel trotzdem sicher gewinnt, braucht man sich nicht in die Ecke zu stellen und zu schmollen. Der Blick ist nun fest nach vorne gerichtet. Am Samstag geht es im Derby zum Landesligaabsteiger nach Nabburg/Schwarzenfeld, die sich ebenfalls unter den ersten drei Teams der BOL-Tabelle befinden. Hier wird eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein, um die Punkte zu holen; aber Derbys sind ja wie die anfangs beschriebene Pralinenschachtel ……