Enttäuschende 28:32 (14:19)-Heimniederlage der SG Naabtal gegen TS Herzogenaurach

Eine enttäuschende und insgesamt auch ernüchternde Heimniederlage mussten die Herren der SG Naabtal gegen die TS Herzogenaurach hinnehmen. Dabei stürzte die Mannschaft von Trainer Christian Wagner die Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle.

Die Naabtaler verschliefen die Anfangsphase und lagen gegen die wacheren Herzogenauracher schnell mit 2:6 zurück. Nur langsam fand die Heimsieben ins Spiel und verkürzte zunächst auf 6:7. Der Angriff der Naabtaler gestaltete sich jedoch  durchschaubar und bieder, eine spielerische Linie war nicht erkennbar und die Angriffe wurden zu früh und zu oft aus wenig aussichtsreichen Positionen abgeschlossen, die Außenangreifer bekamen während des gesamten Spiels keinen einzigen verwertbaren Ball. Und da auch die zuletzt gute Defensive keinen Zugriff auf die schnellen Gäste fand, und beide SG-Torhüter keine Hand an den Ball brachten, konnten die Herzogenauracher auf 11:6 davonziehen, ehe der Naabtal-Trainer ein frühes taktisches Team-Time-Out nehmen musste.

Die Schuhstädter ließen sich davon aber nicht beirren, konnten weiterhin im Angriff schalten und walten und bauten ihren Vorsprung bis kurz vor der Pause sogar auf sechs Treffer aus.

Naabtal-Trainer Wagner fand in der Halbzeit scheinbar die richtigen Worte. Zwar wurde taktisch nichts verändert, aber die Einstellung zum Spiel war eine andere und endlich wurde gekämpft. Langsam, aber stetig verringerte sich die Tordifferenz. Über 17:20 in der 35. Minute und 22:24 in der 45. Minute glichen die Naabtaler in der 50. Minute zum 25:25 aus und konnten sogar dank ihres wurfstarken Rückraum-Duos Bürger/Weh, die insgesamt zusammen 18 Tore warfen, mit 27:25 in Front gehen. Ein Team-Time-Out der Herzogenauracher brachte den Spielfluss der SG Naabtal aber wieder zum Erliegen und die Gäste zurück in die Erfolgsspur. Zu blauäugig agierte die Abwehr der Heimsieben bei den nun folgenden Distanzwürfen des Herzogenauracher Linkshänders Kundmüller, den man mehrmals aus 10 Meter Torentfernung unbedrängt werfen ließ. Fast im Alleingang besiegte so der Routinier die SG Naabtal. Über 27:29 endete das Spiel 28:32 für den Gast aus Herzogenaurach.

Eine ernüchternde Heimniederlage, die es aber schnell aufzuarbeiten und abzuhaken gilt, denn die zwei kommenden Gegner sind ungleich schwerer. Am Samstag spielt die SG Naabtal beim ungeschlagenen Tabellenführer ESV 1927 Regensburg und dann kommt der Tabellenzweite HC Erlangen III in die Oberpfalzhalle. Will man nicht unter die Räder und damit früh in der Saison in den Abstiegskampf geraten, bedarf es kämpferischer, spielerischer und auch taktischer Verbesserungen im gesamten Team.

Torschützen: Bürger 11/2, Weh 7, Standecker 5, Becker 2, N. Deml 1, C. Deml 1, Raab 1.