Damen gewinnen nach hartem Kampf mit 30:20 14.10.2017

Naabtal tut sich lange schwer gegen nie aufsteckende Mintraching/Neutraublingerinnen

SG Mintraching/Neutraubling – SG Naabtal 20:30 (14:14)

Bereits im Vorfeld der Partie war klar, dass es diesmal richtig schwierig werden würde, da sich gleich drei Spielerinnen abmeldeten und weitere zwei angeschlagen das Spiel bestritten. Das größte Problem für die Naabtaler Mannschaft war, dass keine Mittespielerin mit dabei war, die das Geschehen in geregeltere Bahnen leiten konnte und improvisiert werden musste. Die Einheimischen stellten sich zu Beginn gut auf die 5:1 Abwehr ein und fanden über den Kreis und die Außenspielerinnen immer wieder ein Durchkommen. Oft spielte der Bayernligareserve auch das Glück in die Karten. Abpraller und Pfosten waren eindeutig auf Seiten der Gastgeber. Da man im Angriff mit Ersatz-Mittespielerin Sigi Schneeberger zwar eine gute Alternative für die beiden verhinderten Spielerinnen auf dem Feld hatte, jedoch die Pass- und Laufwege anfangs ungenau wurden, konnte man sich nicht absetzen. Die teils grenzwertig zupackende Abwehr der Einheimischen hinterließ im ersten Abschnitt auch Ihre Spuren in den Köpfen der Gäste. Offenbar war man etwas beeindruckt von der körperlichen Robustheit. Hinzu kam, dass die SG M/N mit Melanie Ertl einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten hatte, die regelmäßig klarste Chancen vereitelte. So kam es, dass sich kein Team bis zum Pausenpfiff absetzen konnte. Meist legte ein Team ein oder zwei Tore vor und die andere Mannschaft glich aus und ging ihrerseits in Führung. Über 1:2, 4:2 und 5:5 kam es über 9:9 und 11:11 zum 14:14-Pausenstand. Sichtlich unzufrieden mit der eigenen Leistung nahm man sich für den zweiten Spielabschnitt vor, mit einer defensiven, schnell verschiebenden 6:0 Deckung zu agieren, was aber nicht auf Anhieb klappte. Nach dem Wechsel erst einmal das gleiche Spiel. Bis zum 17:17 in der 37. Spielminute konnte sich kein Team einen Vorteil erspielen. Dann hatte man sich optimal auf die Regensburger Vorstädterinnen eingestellt und die Außenspielerinnen sowie deren Kreisläuferin wurden quasi kalt gestellt. Die nächsten zehn Minuten wurden dann im Angriff zu den Schmid Kerstin-Festspielen. Gut eingesetzt von den Nebenleuten ging Sie dahin, „wo es auch x richtig weh tut“ und nutzte selbst die kleinste Lücke im SG M/N Abwehrverband zum Torerfolg. Mit fünf der folgenden sechs Toren setzte sie ein klares Zeichen und zog alle Mitspielerinnen mit. Man setzte sich so auf 17:23 ab und wollte nun den Sack endgültig zu machen. Die Einstellung stimmte nun und man nahm den Kampf in der hitzig geführten Partie an, doch leider verzweifelte man immer wieder an der gut parierenden Heim-Torfrau. In der 51. Spielminute verletzte sich im Getümmel von abwehrenden Spielerinnen während des erfolgreichen Torwurfes, Manu Rappel so am Fuß, dass Sie nicht mehr mitwirken konnte. Ab diesem Zeitpunkte tat sich der Naabtal-Trainer leicht mit dem Wechseln, da alle einsatzfähigen Spielerinnen auf der Platte waren. In den letzten Minuten des Spiels machte man den beschriebenen Sack nun endgültig zu. Cori Schießl, Lorena Spitzner und Judith Burggraf düpierten die Heim-Sieben ein ums andere Mal und trafen schließlich zum verdienten 30:20-Auswärtserfolg.

„Diesmal war es sicherlich kein spielerischer Leckerbissen, doch man hat in einer schwierigen personellen Situation den Kampf angenommen und Moral gezeigt.“ Nächsten Samstag spielt man wieder Zuhause; beim ersten großen Heimspieltag in der Schwandorfer Oberpfalzhallte um 18:00 Uhr gegen den Aufsteiger SC Eltersdorf. Hier sollte doch auch ein gutes Ergebnis drin sein. Anschließend sind die Herren um 20:00 Uhr gegen den ATSV Kelheim dran.