Test11

Damen I – HV Oberviechtach 21:19 (13:10)

Am Samstag luden die Damen der SG Naabtal den HV Oberviechtach zum Landkreisderby in die Burglengenfelder Gymnasiumhalle. Während die Gastgeber bereits fünf Spiele bestritten und beide Heimspiele gewannen, konnten die Fichtenstädterinnen von drei Begegnungen zwei Unentschieden erkämpfen. Man war also gewarnt, dass man hier auf einen hochmotivierten Gegner treffen wird, der die Personalsorgen der SGN sicher zu seinem Vorteil nützen würde. Da zusätzlich mehrere Spielerinnen der SGN ausfielen, war man erfreut, dass sich Manu Rappl nach Verletzung und Kerstin Schmid nach fast einjähriger Pause zurückmeldeten und auch aus der 2. Damenmannschaft mit Eva Strauß und Lorena Spitzner, Hilfe anboten. Und man kann sagen „Alle erledigten Ihre Aufgabe mit „Bravour“.

Das Spiel begann dann ohne Abtastphase. Nach drei Minuten stand es bereits 2:2. Doch bereits hier erkannte man die verschiedenen Spielsysteme beider Teams. Während bei den Städtedreieck/Schwandorferinnen das Spiel über die 2. Welle angelegt war und anschließend in die Breite gezogen wurde, setzten die HVlerinnen Ihre wurfgewaltige linke Rückraumspielerin ein und versuchten von den Lücken, die dadurch gerissen wurden, zu profitieren. Bis zum 3:5 nach elf Minuten ging die Taktik der Gäste besser auf, dann war man darauf eingestellt und hatte den Rückraum des HV besser im Griff. Aus der kompakten Abwehr heraus und mit schnellem Umschaltspiel kam man anschließend selbst auf vier schnelle Treffer in Folge. Hier zeichnete sich vor Allem das blitzschnelle Schwesternduo Lorena und Vanessa Spitzner auf den Außenpositionen aus, die nach blitzsauberen Anspielen zielsicher vollstreckten. In der Folgezeit drückte man dem Spiel seinen Stempel auf und kam über Positionswechselspiel immer wieder in sehr aussichtsreiche  Wurfpositionen. So setze man sich bis zur 22. Minute auf 11:7 ab. Weil man sich bis zur Pause noch mehrere technische Fehler im Angriff leistete und auch das Wurfglück etwas verloren ging, kam man noch auf ein 13:10 Halbzeitergebnis. Da in der ersten Hälfte von zehn Gegentreffern, neun auf das Konto von HV-Shooterin Lottner Tina gingen, stellte man sich nun genau auf sie ein. Man ging die ersten zehn Minuten voll konzentriert in der Abwehr und Angriff zu Werke. Während man vier schön herausgespielte Tore erzielte, ließ man in der Defensive nur einen Treffer zu. Ab dem 19:13, Mitte der zweiten Hälfte, merkte man den Kräfteverschleiß der Naabtalerinnen. Jede Aktion wirkte nun pomadiger und unsicherer. Da auch noch mehrere „Freistehende“ nicht genutzt wurden, ließ man die Gäste wieder ins Spiel kommen. Diese nahmen die Einladung an und verkürzten bis zur 50. Spielminute auf 20:17. In der hektischen Schlussphase bestimmten dann die Abwehrreihen das Geschehen, die den jeweiligen Gegner immer wieder zu schnellen Abschlüssen oder technischen Fehlern verleitete. Als dann fünf Minuten vor Ende der Partie Oberviechtach auf 20:18 aufschloss, sah man sich an letztes Wochenende erinnert, als man in den letzten Minuten noch mehrere Gegentreffer hinnehmen musste. Immer häufiger wurde nun auf die Zeitanzeige geschaut, doch der Sekundenzeiger schien nun viel langsamer zu laufen. Vanessa Spitzner machte drei Minuten vor Ultimo den Deckel drauf, warf den 21. Naabtaler Treffer und zerstreute alle Restzweifel. Kurz vor Ende wurde dann mit 21:19 der Endstand hergestellt, was nur noch Ergebniskosmetik war und das Team von Trainer Christian Deml gewann das dritte Heimspiel dieser Saison. Mit den sechs Punkten aus sechs Spielen ist man absolut im Soll und kann weiterhin ruhig die Saison planen. Bärenstark zeigte sich im Spiel aber Lorena Spitzner, die als „Aushilfe“ Ihre Gegenspielerinnen ein ums andere Mal düpierte und maßgeblich zum Erfolg beitrug. Nach einwöchiger Spielpause steht dann das nächste Heimspiel gegen einen weiteren Aufsteiger auf der Agenda. Der Gegner heißt dann HG Eckental.