Test22

Damen I – FC Neunburg vorm Wald (22:18) am 21.10.18

Die Ausgangslage zum Landkreisderby war für das Naabtaler Team denkbar schlecht. Letztes Spiel verletzte sich Manu Rappl am Sprunggelenk und konnte diesmal nicht mitwirken. Da sich auch noch Julia Graf abmeldete, war man gezwungen, zu improvisieren und das verbliebene Aufgebot optimal einzusetzen. Hier machte sich bezahlt, dass jede Spielerin auf allen Positionen die Laufwege der einstudierten Auslösehandlungen umsetzen kann. Dies war dann, neben einer bärenstarken Torhüterleistung, auch der Grundstein für den Erfolg gegen die Neunburgerinnen. Doch nun zum Spiel:

Aufbauend auf eine defensive 6:0-Abwehr versuchte man, die Gäste in Würfe aus dem Rückraum zu verleiten und dann ins Umschaltspiel zu kommen und so den Gegner zu überrumpeln. Dies gelang anfangs nur teilweise gut. Durch die Ausfälle fehlten eben zu Beginn der Partie noch die Absprachen und Automatismen im Mittelblock uns so war in den ersten Minuten jeder Angriff beider Teams ein Treffer. Bis zum 3:3 nach fünf Minuten war es ein fröhliches Scheibenschießen. Dann kam man besser ins Spiel und stellte sich auf die Angriffsaktionen des FC gut ein. Die Abwehr war dann sattelfest und ließ bis Mitte der ersten Halbzeit dann nur noch zwei Treffer zu. Leider ging man im Angriff auch sehr verschwenderisch mit Großchancen um und konnte sich nicht absetzen. Nach dem 5:5 drehten die Städtedreieck/Schwandorferinnen aber auf und setzten sich auf 9:6 ab. Der Gästetrainer nahm sein TTO und wollte den Spielfluss der SGN unterbrechen, doch es wurde da weitergemacht, wo man aufgehört hatte. Innerhalb weniger Minuten erhöhte man auf 11:6 und man konnte den Vorsprung lange halten, bis man kurz vor dem Halbzeitpfiff noch Gegentreffer hinnehmen musste und sich mit 12:9 zum Pausentee verabschiedete. Die SGN nahm sich vor, weiter auf die Abwehr zu setzen und im Angriff die Neunburgerinnen durch Positionswechsel in Bewegung zu bringen. Dies klappte auch soweit, doch die Gäste kamen auch immer wieder zu einfachen Treffern und so konnte man bis zum 17:14 immer einen 2-3 Tore-Abstand  an der Anzeigetafel betrachten. Dann schienen die Kräfte der Gäste nachzulassen und man war selbst bereits am Ende der Vitalität angelangt, doch eine letzte Kraftanstrengung in der verbleibenden Spielzeit ließ eine Führung um fünf Tore erspielen (19:14 und 20:15), die man bis kurz vor Ende nicht mehr aus der Hand gab. Endstand 22:18.

Mit 4:4 Punkten ist man im Soll und kann trotz personeller Schieflage und Verletzungspech einen Mittelfeldplatz nach vier Spielen belegen. Angetan zeigte sich Trainer Christian Deml vor Allem von der Teamleistung des Rumpfkaders; besonders aber von Torfrau Annika Senger und Annalena Hornauer im linken Rückraum, die durch Ihre Leistungen die gesamte Mannschaft mitrissen. Nächsten Samstag wird es beim Auswärtsspiel bei der SG Regensburg ungleich schwieriger, die Punkte zu holen, doch man kann ruhig in die folgenden Begegnungen gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel gehen.