Damen: Gefühlte Niederlage bei der HG Amberg

Amberger Torfrau und der Pfosten verhindern Naabtaler Sieg im Derby

HG Amberg – SG Naabtal 19:19 (9:9)

In den vergangenen zwei Spielzeiten trennten sich die beiden Kontrahenten immer mit sehr knappen Endergebnissen und auch diesmal sollte es in einer sehr spannenden Partie, mit ständig wechselnden Führungen so kommen. Man trennte sich nach sehr nervenaufreibenden 60 Spielminuten mit 19:19 Unentschieden. Doch erst mal zurück zum Anfang. Die Partie begann mit drei Innenpfostentreffern der SGN aus völlig frei stehenden Situationen, wobei der abprallende Ball jeweils in die Hände der Ambergerinnen fiel. Und genau so setzte sich das weitere Spiel fort. Man erspielte sich Chance um Chance doch Torfrau oder Pfosten waren dem ersehnten Erfolgserlebnis im Weg. Nach 15 Minuten hatte man nur zwei Treffer erzielt, während die Einheimischen diesen Umstand nützten und mit 5:2 in Front gingen. Eine Auszeit sollte den Spielfluss etwas bremsen und man schloss auf 5:5 in der 20. Spielminute auf. Wer nun dachte, dass der Knoten geplatzt sei, wurde in der Folgezeit eines besseren belehrt. Man erspielte sich zwar immer wieder beste Möglichkeiten, doch scheitere man zu oft beim finalen Wurf. Dies zeigte sich dann auch beim Halbzeitstand von 9:9. Im zweiten Abschnitt nahm man sich vor, beim Abschluss etwas länger zu warten und somit die Chancen zu erhöhen, den Ball über die Linie zu bekommen, doch es blieb beim Vorsatz. Bis zum 15:15 in der 47 Minute waren auf beiden Seiten die Abwehr und die Torfrauen im Mittelpunkt des Geschehens. Dann setzte man sich auf 15:17 ab und es schien, als ob man trotz des suboptimalen Spielverlaufs auf die Gewinnerstraße einbog. Doch man vergaß, den Sack zuzumachen, vergab wieder beste Einwurfmöglichkeiten und baute so die Heim-Sieben wieder auf. Zwei verworfene 7m und zwei Zeitstrafen in den letzten zehn Minuten ließen die Ambergerinnen drei Minuten vor Ende der Partie wieder mit 18:17 die Führungsarbeit übernehmen. Doch die SG hielt nochmals dagegen und glich jeweils postwendend aus. Am Ende stand, in einem auf beiden Seiten sehr zerfahrenem Spiel, der Endstand von 19:19 auf der Anzeigetafel.

„Spielerisch kann ich dem Team keinen Vorwurf machen, wir haben uns beste Chancen erarbeitet.“ meint am Ende Trainer Christian Deml. Der unglückliche Punktverlust ist zwar kein Beinbruch, aber ärgerlich ist er allemal. Nächstes Wochenende kommt es dann zum Spitzenspiel der BOL Ostbayern. In der Burglengenfelder Gymnasiumhalle erwartet man die TS Herzogenaurach zum Vergleich. Man rechnet auch fest damit, dass mehrere 3. Ligaspielerinnen der 1. Damenmannschaft in die Niederungen der BOL eingesetzt werden um drei Klassen tiefer die 2. Mannschaft der Fränkinnen zu leiten. Die Naabtaler Damen werden aber sicher voll konzentriert zu Werke gehen und sich nicht kampflos ergeben. Man kann sich sicher auf ein interessantes Spiel auf hohem Niveau freuen.