Test22

Damen: Heimniederlage der SG Naabtal gegen Herzogenaurach

Damen: 22:25 (12:16)-Heimniederlage der SG Naabtal gegen den Aufstiegsfavoriten aus Herzogenaurach

Bereits im Vorfeld war angekündigt, dass es sich bei der Begegnung zwischen der SGN und der TSH um das Spitzenspiel der BOL Ostbayern handelte und die zahlreichen Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Es entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau wobei die körperlich überlegenen Gäste, ihre Erfahrung besser ausspielten und so die Heim-Abwehr vor große Herausforderungen stellte. Zwar ging man mit 2:0 durch schön herausgespielte Aktionen über den Kreis in Führung, doch war es bereits zu diesem Zeitpunkt ersichtlich, dass man sehr viel Leidensfähigkeit in der gegnerischen Abwehr investieren musste, um zu diesen Toren zu kommen. Die Herzogenauracherinnen stellten sich in der Folgezeit auch immer besser auf den Angriff der Städtedreieck/Schwandorferinnen ein und es wurde immer intensiver, zum Abschluss zu kommen. Der Mittelblock des TSH stand robust und auch scheinbar schwer übermotiviert, was auch die Zeitstrafenstatistik im Verlauf erkennen ließ. Die Naabtalerinnen ließen sich aber hier nicht beeindrucken und schlossen oft zielsicher ab. Doch mussten sie sich sich immer wieder auf die massiven Abwehraktivitäten der Gäste einstellen. Diese nutzten auch oft die Gelegenheit und bestraften jede ungenaue Aktion mit schnellem Umschaltspiel und gelungenen Aktionen in der zweiten Welle. Im Positionsangriff der Gäste bekam man die zu den besten Werferinnen der TSH gehörenden Drittligaspielerin Laura Wedrich zwar in den Griff, doch die Lücken für die weitern Mitspielerinnen wurden somit auch größer … was auch ausgiebig genutzt wurde. Man konnte zwar viele Fehler im Gästeangriff provozieren, doch im 1:1 waren die kräftigeren TSHler etwas voraus. Man konnte auch immer wieder Nadelstiche im Angriff setzen, doch man erkannte schnell, dass die hochkarätig besetzten Schuhstädterinnen an diesem Tag einen großen Schritt Richtung BOL-Meisterschaft nehmen wollten. Zur Pause stand es bereits 12:16 für den Aufstiegsfavoriten. Nach dem Wechsel war man zwar meist hellwach in Abwehr und Angriff und konnte sich vor allem durch Kerstin Schmid und Cori Schießl immer wieder in gute Positionen bringen, doch der Abstand von 3-5 Toren wurde nicht kleiner. Die TSH brachte sich auch immer wieder selbst durch Reklamieren gegenüber den Unparteiischen selbst in Unterzahl, doch konnten die Einheimischen keinen Vorteil daraus schlagen. So musste man den Gast auf sechs Tore Unterschied, zehn Minuten vor Ultimo, enteilen lassen. Am Ende setzten die Schuhstädterinnen dann noch hauptsächlich die Spielerinnen ein, die man aus den Vergleichen in den Jahren vorher kannte und so konnte man noch zum 22:25 aufschließen. So gewann man die zweite Hälfte mit einem Tor. Gegen das aktuelle Team aus Herzogenaurach, mit zusätzlichen Verstärkungen aus der Drittligamannschaft, ist man im Moment nur an herausragenden Tagen in der Lage, zu punkten. Zu groß sind die Unterschiede zwischen den höherklassig erfahrenen Spielerinnen und auch einer guten BOL Mannschaft. „Mund abwischen und weiter hart arbeiten“! ist nun die Devise bei den Naabtal Damen. In drei Wochen geht es dann zum Landesligaabsteiger aus Forchheim, die trotz der scheinbaren Formschwäche nicht zu unterschätzen sind. Wenn man aber spielerisch so agiert wie gegen die TSH, ist auch auswärts sicher etwas drin.