Test22

31:20 Auswärtssieg bei der HSG Pyrbaum/Seligenporten

Trotz personeller Sorgen entführen die Naabtaler Damen die Punkte

HSG Pyrbaum/Seligenporten – SG Naabtal 20:31 (9:13)

Vor dem Auswärtsspiel plagten den Trainer der SG Naabtal Sorgen, da sich zu den verletzten Spielerinnen noch mehrere berufsbedingte Absagen gesellten. Somit war man wieder mit einer überschaubaren Mannschaft nach Pyrbaum, dem „Tor zur Oberpfalz“ unterwegs. Der Gegner war vor drei Jahren gemeinsam mit den Naabtalerinnen in die BOL Ostbayern aufgestiegen und lieferten sich seither immer spannende, harte, aber faire Spiele, wobei man in der Ferne bisher immer das Nachsehen hatte. Diesmal war die Ausgangssituation jedoch etwas anders; während sich die Gastgeber im unteren Bereich der Tabelle tummeln und bisher nur einen Sieg auf der Haben-Seite hatten, konnte die SGN bisher jedes Spiel in beeindruckender Weise gewinnen. Diesmal gab es eine längere Abtastphase nach dem Anpfiff des Spiels. Es war sehr schwer für die Städtedreieck/Schwandorfer Damen, Lücken in der kompakten Deckung auszumachen und man verrannte sich immer wieder in der Abwehrzentrale der Randoberpfälzer. Auch klappte in der eigenen Defensive das Verschieben nicht immer, was auch dem sehr rutschigen Bodenbelag geschuldet war, da man Richtungswechsel nicht wie gewohnt umsetzen konnte. Doch man hatte ja auch noch eine grandios haltende Torfrau zwischen den Pfosten, die an diesem Tag die Heim-Sieben oft zur Verzweiflung brachte. Nach etwa zehn Minuten konnte man dann erstmals mit 3:4 in Führung gehen und ab diesem Zeitpunkt war man nie mehr in Rückstand. Bis zur 15 Minute baute man den Vorsprung auf 8:4 aus und der Bann schien gebrochen. Der Trainer von P/S nahm dann eine Auszeit und unterband den Spielfluss der Gäste. Dies machte sich sofort bemerkbar, denn plötzlich war der Spielstand von 7:8 an der Anzeigetafel aufgeleuchtet. Gegenstöße und 2. Welle ließen die Naabtalerinnen dann bis zum Pausenpfiff auf 9:13 den alten Vier-Tore-Abstand wieder herstellen. Eine defensivere Abwehreinstellung stellte die Angriffsbemühungen der Einheimischen zu Beginn der zweiten Hälfte vor große Probleme und ließ die Städtedreieck/Schwandorfer Spielerinnen bis zur 43. Minute auf 12:25 enteilen. Da sich die die Pyrbaumerinnen auf eine Spielerin der SGN, Kerstin Schmid, einstellten, war für alle Mitspielerinnen enorm viel Platz, was eiskalt ausgenutzt wurde. Über Außen oder die rechte Rückraumseite, wo Sigi Schneeberger die Abwehr ein ums andere mal überlistete, zog man spielentscheidend davon und ließ die Frage gar nicht aufkommen, wer die Platte als Sieger verlässt. In den letzten 15 Minuten ließ man das Spiel dann, im Gefühl des sicheren Sieges ausklingen. Zwar hatte man noch mehrere 100%-Chancen, doch man merkte, dass sich die Anspannung etwas löste und die Konzentration somit nicht mehr voll da war. Am Ende stand ein ungefährdeter 31:20 Erfolg für die Naabtalerinnen fest und konnte die Heimreise antreten.

„Zehn Punkte sind schon eine schöne Sache, aber wir können uns jetzt nicht ausruhen, da bereits am Dienstag ein weiterer schwerer Gegner, der Aufsteiger FC Neunburg vorm Wald, in der Oberpfalzhalle gastiert“ hörte man anschließend vom SGN-Trainer Christian Deml. Man konnte ihm jedoch ansehen, dass er sehr zufrieden mit der spielerischen Leistung des gesamten Teams war. Da kann man nur sagen: „Weiter so!“