20:21-Niederlage beim heimstarken TV Erlangen/Bruck

Mangelnde Chancenverwertung verhindert einen Sieg beim Vorjahresdritten

TV Erlangen/Bruck – SG Naabtal 21:20 (13:11)

Wieder nicht in Bestbesetzung musste man die lange Auswärtsfahrt zu den heimstarken TV Erlangen/Bruck antreten, die zwar sehr schwer in die Saison starteten, aber nun richtig warmgelaufen sind und sich auf den vierten Tabellenplatz vorgekämpft hatten. Auch wenn man den Saisonauftakt in heimischer Halle klar gegen den TV mit zehn Toren Unterschied gewann, war man durch die letzten Ergebnisse alarmiert. Während man selbst seit der Weihnachtspause noch nicht auf Betriebstemperatur ist, schien Erlangen bereits voll im Saft zu stehen. Das Spiel begann ohne große Abtastphase. Beide Reihen spielten schnell nach vorne und schlossen die ersten Minuten sicher ab. Bis zum 5:6 nach elf Minuten konnte kein Team erkennbare Vorteile erspielen; jedoch erkannte man, dass die SGN etwas nervös und überhastet reagierte, während der TV die Angriffe etwas bedächtiger anging. Durch schnelles Umschaltspiel konnte man in den nächsten 5 Minuten auf 5:8 einen drei-Tore-Vorsprung erwerfen, doch drei Zeitstrafen zwischen der 18. und 20. Minuten unterbanden den Lauf der Naabtalerinnen und ermöglichten den TV Erlangen ihrerseits bis zur 22. Minute einen 5:0-Lauf. Erst wieder in Gleichzahl der Spielerinnen fing man sich wieder und konnte nach einem Zwischenzeitlichen Spielstand von 13:9 wieder die Kurve kriegen und bis zum Halbzeitpfiff auf 13:11 aufschließen. In der Halbzeitansprache wurde die mangelnde Chancenverwertung angesprochen und sich, vor Allem bei den 7 Metern, besser zu konzentrieren, denn man hatte wieder drei Strafwürfe nicht im gegnerischen Netz untergebracht. Man wollte aber auch viel energischer in die nächsten 30 Minuten gehen und die technischen Fehler minimieren. Dies gelang nicht wirklich. man konnte zwar bis Mitte der zweiten Hälfte den Abstand nicht größer werden lassen, doch merkte man nun auch, dass der Glaube an den Sieg immer geringer wurde. Als sich dann der TV einen Vorsprung von 19:14 erspielte, schien der Drops gelutscht und der Sieger schien fest zu stehen. Ein, zwei gelungene Aktionen und das Feuer war wieder da. Zwar war das Spiel immer noch fehlerträchtig und man sah oftmals nicht die besserpostierte Nebenspielerin, doch der Wille zum Gewinnen war wieder da. Man setzte die Heim-Sieben immer wieder stark unter Druck, dass diese Fehler im Angriff und auch in der Abwehr produzierten, doch selbst belohne man sich leider zu selten für schön herausgespielte Aktionen oder den freien Torwurf. Als man zwei Minuten vor Ende der Partie den Anschluss zum 21:20 schaffte, hatte man im Anschluss noch zwei Gelegenheiten zum Ausgleich, doch leider war man zu überhastet und beide Angriffe verpufften. So musste man sich, trotz einer tollen Aufholjagd, mit einer knappen Niederlage abfinden.

„Wenn man von acht Siebenmetern nur drei trifft, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man am Ende als zweiter Sieger die Platte verlässt.“ resümierte anschließend Trainer Christian Deml. Doch das Aufbäumen seines Teams zum Ende der Partie hat ihm schon gut gefallen. Leider wurde es nicht belohnt. Da nun die Meisterschaft de facto entschieden ist, kann man hoffentlich in den nächsten Partien die Nervosität abstellen und locker aufspielen. Nächstes Wochenende kommt es dann zur dritten Auswärtsbegegnung hintereinander. Bei der SG Regensburg ist wieder Derbytime angesagt. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung in einem sicher sehr umkämpften Spiel.